Alte Wörter im neuen Jahr

Die Wiener Alltagssprache ist allzeit bereit. Das neue Jahr hat viel Bewegung gebracht. Vor allem in Form von gehatschten Kilometern durch Wien. Vom neunten in den dritten Bezirk, vom neunten in den sechsten, zweiten, ersten, wieder ersten. In Außenbezirke (Stichwort Park) und zur Donau mit den Wiener Linien (so weit kommt’s noch, dass ich auch„Alte Wörter im neuen Jahr“ weiterlesen

Es ist fast geschafft, 2020 und der Limonadendschungel

Unübliche Feiertage, die sich nicht nur sprachlich bemerkbar machen Ihr wisst nicht, was der Limonadendschungel (Soda Jungle) ist? In manchen Fällen vielleicht die eigene Küche voller vorweihnachtlicher Hamsterkäufe plus mitgenommener Speisen und Getränke der lieben Verwandten. Limonaden-, Keks- und/oder Punschdschungel. Im Spiel: Ihr erreicht ihn, indem ihr das Minzmeer (Sparkling Waters) überquert. Gut, wir leben„Es ist fast geschafft, 2020 und der Limonadendschungel“ weiterlesen

Der rote Fuchs und das Unaussprechbare

Von sprichwörtlichen Tieren und archaischen Tabu-Wörtern Wie ich in meinem Beitrag Razzia im Beisl, schreibt auch jemand in der heutigen Sonntags-Kolumne im Kurier über den nicht-scheuen Fuchs in Schönbrunn (zoolos), der gemütlich neben den Spaziergehenden herumgeht. Er ist berühmt, wie mir scheint. Ich wurde kürzlich von einem US-Amerikaner (Brasilianer sind auch Amerikaner, nur eben andere)„Der rote Fuchs und das Unaussprechbare“ weiterlesen

Du likest Weihnachten?

Von un-weihnachtlichen Werbungen, un-kultigen Kultursendungen und davon, was auch in anderen Sprachen alles kaputt gehen kann Ob im Radio (ich höre seit Jahrzehnten fast nur Gerda Rogers‘ Sternstunden, bei denen es zum Glück keine Werbung gibt) oder vor YouTube-Videos: Werbesprüche erreichen unsere empfindlichen Ohren. Leider auch diese zwei Perlen, bei denen es nicht hieß „Bei„Du likest Weihnachten?“ weiterlesen

Razzia im Beisl – fünfzehn ausländische Wörter festgenommen

Wann wir eindeutschen und wann die anderen ausdeutschen. Das umgangssprachliche Beisl für ein kleines Lokal (eine „Kneipe“), in dem hauptsächlich getrunken wird, ist Bestandteil des österreichischen (zugegebenermaßen Tag- und) Nachtlebens. Ende November hat man es da leichter und kann ab etwa 15:32 Uhr schon vom Nachtleben sprechen. Unpraktisch gleichzeitig wiederum heuer, dass Christkindlmarktpünsche und Beisln„Razzia im Beisl – fünfzehn ausländische Wörter festgenommen“ weiterlesen

In Coronazeiten werden wir zu ‚middle-aged hausfraus‘

Ich erinnere mich an den März dieses Jahres, als ein Mitglied von Universitas, eine Übersetzerin und Rechtschreib-Trainerin (mit einem interessanten Blog zum Thema Rechtschreibung), ein Webinar gehalten hat. Beim Thema Zusammenschreibung ging es um Wörter wie Coronakrise vs. Corona-Krise. Darüber gibt es im Deutschen Folgendes zu sagen: Zusammenschreibung ist möglich und erwünscht. Und heutzutage zu„In Coronazeiten werden wir zu ‚middle-aged hausfraus‘“ weiterlesen

Wir schmusen international – ein Wort auf Weltreise 🌏

Was „schmusen/schmoozen“ auf Deutsch, Jiddisch und Englisch bedeutet, woher es kommt und wann schmusen auf der Firmenfeier erlaubt ist. „Und, habt’s ‚rumg’schmust gestern?“ Im Deutschen verwenden wir diesen Ausdruck umgangssprachlich für knutschen, liebkosen, streicheln, umarmen. Aus (hoffentlich) jüngeren Jahren kennen wir die Beschreibungen „auf der Party wild/ur herumschmusen“, was meist zwei küssende, sich umarmende Personen„Wir schmusen international – ein Wort auf Weltreise 🌏“ weiterlesen

Wortbildung: Einführung und aktuelle Entwicklungen

Ich werde im Sinne des mutter- und fremdsprachigen (Sprach-)Bewusstseins, dem intra- und inter- bzw. multilingualen Austausch und dem Thema Übersetzbarkeit ein wenig über die Wortbildung im Deutschen, Portugiesischen und Italienischen schreiben. Mit ein wenig Hilfe würde ich auch in Zukunft gerne das Hebräische und andere Sprachen miteinbeziehen. Wer weiß, vielleicht lassen sich unentdeckte Wort- oder„Wortbildung: Einführung und aktuelle Entwicklungen“ weiterlesen